Fachartikel des Bundesverbandes Finanz-Planer e.V.

Mehr Netto vom Brutto?

Zum 01. Januar 2010 ist das Bürgerentlastungsgesetz (BEG) in Kraft getreten. Damit kann man Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung weiterhin steuerlich geltend wie bisher. Das heißt konkret: Für viele bleibt mtl. etwas mehr Netto vom Bruttolohn.

Das BEG ist die größte Steuerentlastung der deutschen Geschichte. Ziel: Die Bürger sollen mehr finanziellen Spielraum für die private und betriebliche Vorsorge haben. Verschwiegen wird aber, dass dies durch Schulden, für die der „entlastete und jeder andere Bürger“ aufkommen muss, finanziert wird.

Staatsverschuldung in Deutschland
Am 16.02.2010, 17:00 Uhr = 1.672.959.094.677 €, Zuwachs / Sekunde 4.481 €, Schulden / Kopf 20.464 €

Das heisst aber auch, dass wir Bürger durch verantwortungslose Politiker aus populistischen Gründen noch mehr verschuldet werden und der Staatsbankrott immer schneller näherrückt. Die mathematische Formel „Minus mal Minus gleich Plus“ soll hier wohl als politische Formel „Schulden mal Schulden gleich Guthaben“ dem Bürger untergejubelt werden.

Die Versicherungsbranche nutzt dieses BEG rücksichtslos für Werbe- und Verkaufsattacken für ihre Produkte, z.B. die der Altersvorsorge. Diese private Vorsorge ist heute für jeden notwendig, denn um den gewohnten Lebensstandard im Alter halten zu können, reicht die von der Politik demolierte staatliche Rente nicht mehr aus.

Vom Prinzip her haben die Versicherungsunternehmen ja recht wenn sie proklamieren: Investieren Sie den gesparten Betrag in Ihre individuelle Altersvorsorge. Tun sollte man das aber nicht über die Wahl zu unrentablen Geldwertanlagen.

Ob die Werbeaussage wie „gespart, mehr Netto, Steuergeschenke des BEG, ohne finanziellen Mehraufwand die Zukunft sichern“ zutrifft, sollte von jedem individuell geprüft werden.

Die Fakten:
Alle Beiträge zur Basisabsicherung entsprechend der gesetzlichen Krankenversicherung ohne Beitragsanteil für das Krankengeld (dafür werden bei der GKV 4% pauschal vom Beitrag abgezogen) sowohl zur privaten als auch gesetzlichen Krankenversicherung können Sie zwar steuerlich geltend machen; der abzugsfähige Höchstbeitrag wurde mit dem BEG um 400 € angehoben und beträgt jetzt für Angestellte 1.900 € und für Selbstständige 2.800 € und ist damit gedeckelt. Ausserdem heisst „geltend machen“ nicht, dass tatsächlich eine Steuerersparnis damit verbunden ist.

Bsp. aus der Werbung der Versicherungsbranche zum BEG
Für zusammen veranlagte Ehepartner gilt die Summe der jeweiligen Höchstbeiträge. Liegen die Beiträge zur Basisabsicherung unter den neuen Höchstbeträgen, können Sie weitere Vorsorgeaufwendungen bis zu diesen Grenzen steuerlich geltend machen - zum Beispiel die Beiträge für eine Berufsunfähigkeitsversicherung.

Oder Sie investieren in Ihre betriebliche Altersversorgung und sparen gleich doppelt Steuern und Sozialabgaben.

Was ist zu tun? Holen Sie sich den Rat Ihres Experten ein. Der sagt Ihnen, wie viel Sie ab Januar 2010 tatsächlich sparen und wie Sie dieses Geld so in Ihre private Vorsorge investieren und zwar ohne finanziellen Mehraufwand.

Jetzt clever profitieren: Vom Bürgerentlastungsgesetz können sowohl Angestellte als auch Selbstständige profitieren. Vor allem aber Menschen, die hohe Basis-Kranken und Pflegekassenbeiträge zu zahlen haben, sei es für sich, den Ehegatten, ihren eingetragenen Lebenspartner oder ihre Kinder.

Nutzen Sie die Chance. Sichern Sie Ihren Lebensstandard im Alter - ganz ohne finanziellen Mehraufwand. Wie das geht? Ob Direktversicherung, Basis-Rente oder Berufsunfähigkeitsversicherung, Ihr Altersvorsorge-Experte berät Sie gern. Persönlich, fair und kompetent. Vereinbaren Sie einfach mit dem Kupon einen unverbindlichen Beratungstermin.

Nutzen sie die grösste Steuerentlastung Deutschlands für ihre persönliche Vorsorge.

BEISPIEL 1
2009
Monatsgehalt: 2.500 €
Nettogehalt: 1.583 €
Ersparnis durch das BEG ab Januar: 39 €
 
2010
2.500 €
1.622 €
BEISPIEL 2
2009
Monatsgehalt: 3.500 €
Nettogehalt: 2.410 €
Ersparnis durch das BEG ab Januar: 25 €
 
2010
3.500 €
2.435 €
Investieren Sie diese Ersparnis zusammen mit weiteren 35 € in eine betriebliche Direktversicherung, haben Sie im Vergleich zu 2009 keinen finanziellen Mehraufwand. Ihre mögliche monatliche Zusatzrente* ab 67 mit der Variorente für 0 € Aufwand: 329 € Investieren Sie diese Ersparnis zusammen mit weiteren 20 € in eine betriebliche Direktversicherung, haben Sie im Vergleich zu 2009 keinen finanziellen Mehraufwand. Ihre mögliche monatliche Zusatzrente* ab 67 mit der Variorente für 0 € Aufwand: 198 €

Ende der Werbeaussage

Verschwiegen wird, dass die „wenn überhaupt vorhandene Steuerersparnis“ bereits durch gestiegene Beiträge zu den Krankenversicherungen bereits wieder aufgefressen ist. Private Krankenversicherungen (PKV) haben z.T. ihre Beiträge um bis zu 30% des Vorjahresbeitrags angehoben, in der GKV wird die Beitragsbemessungsgrenze angehoben, der Beitragssatz von Betriebskrankenkassen von 12,6% - 12,9 % auf 14,9% angepasst, dazu werden noch Zusatzbeiträge verlangt werden bei gleichzeitigen Leistungskürzungen und Verlagerung von Kosten durch Eigenbeteiligung des Patienten, Praxisgebühr etc.. Ausserdem stiegen die Kosten für die allgemeine Lebenshaltung ebenfalls (Teuerungs- bzw. Inflationsrate).

Sollte man den o.a. Empfehlungen bedenkenlos folgen, führt dies im Rahmen der betrieblichen Altersversorgung (bAV) in den meisten Fällen zu Leistungskürzungen im gesamten Sozialversicherungsbereich (ALG, KTG, EM-Rente, Altersrente usw.).

Durch neue Verträge im Bereich kapitalbildende Versicherungen ist zu bedenken, dass man dadurch zusätzliche, langfristige, unflexible und teure Verträge eingeht, bei denen man überlegen muss, ob man sie überhaupt bezahlen und durchhalten kann.

Ebenso sollte man daran denken, dass die heutigen „Steuergeschenke“ im Nachgang (nachgelagerte Besteuerung und Sozialversicherungsbeiträge) wieder zurückgefordert werden.

Beherzigen Sie also die Aufforderung: „Was ist zu tun? Holen Sie sich den Rat Ihres Experten ein. Der sagt Ihnen, wie viel Sie ab Januar 2010 tatsächlich sparen“ und fragen sie unabhängige, neutrale Berater und nicht Produkt- und Provisionsabhängige Verkäufer.

Wo und wie findet man die? Fragen Sie uns!

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Unser Experten-Team ist für Sie da: Wir vom Bundesverband Finanz-Planer e. V. haben ein Expertenteam in Sachen Altersvorsorge und „Wohnriester“ eingerichtet, das Ihnen unverbindlich Rede und Antwort steht. Ein paar kurze Angaben für Sie und uns zur Vorbereitung und wir rufen Sie umgehend zurück.

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Autor
Lutz Schiefelbein
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